Preiskategorie A

€ 42 (AK) / € 38 (VVK) / € 35 (VVK für Ö1 Clubmitglieder)

 

Samstag, 22. Juni 2019 - 19:30 Uhr

Tragicommedia

oder: die Verrücktheit der Seele

Accentus austria

Thomas Wimmer – Leitung
Barbora Kabátková – Sopran

Ulli Engel, Elisabeth Wiesbauer, Johanna Dokalik – Barockviolinen
Peter Aigner, Ivan Becka – Barockviola
Jörg Zwicker - Barockcello
Thomas Wimmer – Violone
Michael Posch – Blockflöten
Erich Traxler – Cembalo
Klaus Haidl – Theorbe, Barockgitarre

„Witz und Waffen stimmen ein, Österreich soll glücklich seyn“ ist auf einer barocken Inschrift zu lesen.

Der auf den ersten Blick nette Ausspruch vereint jedoch bei näherer Betrachtung in nicht zu überbietender Kürze große Weltpolitik und persönliches Amüsement gleichermaßen wie das habsburgische Selbstverständnis und die Stellung des Kaisers im Weltengebäude. Nicht der Herrscher steht, wie Ludwig der XIV., im Mittelpunkt, nein, die österreichischen Kaiser des 17. und 18. Jahrhunderts sehen sich als Teil einer von Gott gewollten und darob alternativlosen Weltordnung, innerhalb derer der oberste weltliche Herr durch seine Tugenden (u.a. pietas-Gottesfurcht, clementia-Milde, iustitia-Gerechtigkeit, modestia-Bescheidenheit) Gott und dem Volke zu Diensten ist.

In dieses politisch-philosophische Konzept passte erstaunlicherweise jenes des Faschings (abgeleitet vom mittelhochdeutschen vast-schanc, das sich eigentlich auf den Trunk am letzten Abend vor der Fastenzeit bezieht) und die damit verbundene Idee der verkehrten Welt als fragwürdige Antithese zum Gottesstaat, der Civitas Dei, dar.

Das Gegensatzpaar Fasching versus Fastenzeit spiegelte somit nicht bloß das Spannungsfeld zwischen Freude und Leid des irdischen Lebens wider, sondern – und hier sind wir schon mitten im didaktischen Zugang des barocken Theaters angekommen – aus der Lächerlichkeit der vertauschten Rollen und der offensichtlichen Dysfunktion der verkehrten Welt, sollte auch und vor allem die staatliche Ordnung ihre notwendige Legitimation erfahren.

Jahr: 
Samstag, 8. Juni 2019 - 19:30 Uhr

Amor y Locura

Los Temperamentos
Swantje Tams Freier – Gesang
Franciska Anna Hajdu – Barockvioline
Néstor Fabián Cortés Garzón – Barockvioloncello
Hugo Miguel De Rodas Sanchez – Barockguitare, Erzlaute
Nadine Remmert – Cembalo

Programm: 

U.a. mit Werken von F. Mancini, J. Eccles und P. Giramo

Musik von Verrückten und Verliebten

Im diesem Programm dreht sich alles um Liebe und Wahnsinn.

Das Ensemble widmet sich einer Frage, die wohl so alt ist wie die Menschheit selbst:

Kann Liebe ohne Verrücktheit überhaupt existieren?

Wird die Leidenschaft vielleicht sogar aus dem Wahnsinn geboren?

Wie verschiedene Komponisten der Barockzeit dieses Thema in Musik verwandelten können die Zuhörer in diesem Konzert auf vielfältigste Art und Weise erleben und wie immer gibt das Ensemble den Interpretationen seine unverwechselbare lateinamerikanisch-europäische Farbe.

„Los Temperamentos“ präsentieren Werke bekannter Komponisten, aber auch wiederentdeckte Schätze von noch unbekannten Meistern: Musik voll wilden Rachedurstes und barocker Träumerei, mit wunderbar emotionalen Momenten und lebendigen, tanzbaren Improvisationen.

Jahr: 
Samstag, 23. Juni 2018 - 19:30 Uhr

All about love

Ensemble Private Musicke
Pierre Pitzl – Viola da Gamba und Leitung
Marco Beasley – Tenor
Raquel Andueza – Sopran

20 years of Private Musicke

Seit seiner Gründung 1998 hat das Ensemble Private Musicke – nautisch gesprochen – zahlreiche musikalische Meere durchschifft. Von den kristallinen Gestaden englischer Polyphonie aufbrechend wurden bald die wilden Gitarreninseln Italiens erreicht. Dem Sirenengesang französischer Airs war geboten nur von der Ferne zu lauschen – aber immerhin! Spanien wurde öfter bereist, unerwartete Winde trugen das Schiff sogar bis an die südamerikanischen Küsten. So ist einiges zusammengekommen – Zeit also, ein Fest zu feiern! Werfen wir einen Blick auf das Hauptsegel, so sehen wir keine andere Fahne als die Amors gehisst. Er ist der Schirmherr dieser Barke.

Lassen wir uns überraschen, was er nach so vielen Reisen zu erzählen hat!

Jahr: 
Samstag, 9. Juni 2018 - 19:30 Uhr

Officium Divinum

Das international renommierte Vokalensemble Cantar Lontano unter der Leitung von Marco Mencoboni greift gemeinsam mit dem sardischen Jazz-Saxofonisten Gavino Murgia das legendäre Crossover-Projekt „Officium“ von Jan Garbarek aus dem Jahr 1994 auf.

Während die Zusammenarbeit Garbarek/Hilliard vor einigen Jahren endete (trotz großartiger Erfolge und nachdem 2010 noch „Officium novum“ erschienen war), bringen nun Mencoboni/Murgia das Programm erneut auf die Bühne und führen es an den Puls der Zeit.

Das Ensemble verbindet stilistische Klarheit und formale Strenge sakraler Musik der Renaissance mit krafvoll expressiven Improvisationen.

Gavino Murgia ist in St. Pölten kein Unbekannter und hat sowohl bei Barock- als auch bei Jazzfestivals vergangener Jahre mitgewirkt. Und beim Barockfestival 2010, damals als Mitglied von Dolce & Tempesta, hat auch die Altistin Marta Fumagalli bereits in unserer Stadt gesungen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

Jahr: