2015

Gavino Murgia

Gavino Murgia wurde im italienischen Nuoro auf Sardinien geboren. Er ist ein Autodidakt auf dem Altsaxofon und spielte schon bald in diversen Bands und bei Theaterproduktionen mit. Dabei galt sein Hauptinteresse schon immer dem Jazz, was zahlreiche Auftritte bei internationalen Festivals in Polen, Österreich, Spanien, Finnland, der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Russland, Südafrika, Kuba und den USA belegen.

Bruno Helstroffer

Bruno Helstroffer studierte klassische Gitarre am Konservatorium in Straßburg und spielt Elektrogitarre sowie Neue Musik. Das Spielen der Theorbe eignete er sich autodidaktisch an. Als geschätzter Continuospieler realisierte er etwa 20 Aufnahmen und trat zusammen mit den bedeutendsten Alte-Musik-Ensembles auf (Le Concert Spirituel, Le Poème Harmonique, Les Musiciens de Saint-Julien, Amarillis, Ensemble Barcarole, Faenza …).

Fanny Paccoud

Fanny Paccoud studierte am Conservatoire National de Région de Strasbourg, an dem sie erste Preise im Fach Violine und Kammermusik gewann. Ihr Hauptinteresse gilt der Kammermusik: Sie ist Gründungsmitglied des Quartetts Istrati und spielt im Duo mit dem Pianisten Michel Gaechter ein Repertoire, das von Beethoven bis Schönberg reicht. Mit dem Ensemble Reflex, das auf zeitgenössisches Musiktheater spezialisiert ist, hat sie mehrere Werke von Georges Asperghis in Szene gesetzt. Fanny Paccoud war an der Inszenierung von Gerard Pessons „Forever Valley“ und Pascal Dusapins „Momo“ beteiligt.

Samstag, 6. Juni 2015 - 19:30 Uhr

Monteverdi – A Trace of Grace

Michel Godard – Serpent
Guillemette Laurens – Mezzosopran
Gavino Murgia – Saxophon, Stimme
Fanny Paccoud – Violine
Bruno Helstroffer – Theorbe

 

Programm: 

Werke von Claudio Monteverdi, Michel Godard und Steve Swallow

Ein Projekt von Michel Godard & Steve Swallow - Monteverdi zwischen Jazz und Barock

MONTEVERDI – A Trace of Grace ist eine Begegnung zwischen Jazz und Alter Musik, zwischen Musikern und Musik aus ganz unterschiedlichen Zeitaltern, die sich ineinander verweben, miteinander entwickeln und gemeinsam etwas Neues und noch nicht Gehörtes erschaffen. Die sechs Musiker spielen Kompositionen von Claudio Monteverdi, Steve Swallow und Michel Godard.

„Meine erste barocke Emotion habe ich erlebt, als ich die Finalszene der ,Krönung der Poppea‘ gehört habe. Seitdem begleitet mich Monteverdi in meiner Arbeit als Improvisations- und Jazzmusiker. Seine Melodien und seine kühnen Harmonien sind seit jeher meine Lieblingsstandards.“

Michel Godard

 

Ein Barocktrio und ein Jazzduo auf der Bühne: Das Trio ist weiblich, luftig, das Duo männlich, erdig. Beide Ensembles treten in einen Dialog, ein Spiegelspiel zwischen Alt und Neu, in dem Melodie und Improvisation den gemeinsamen Nenner darstellen. Dann schließt sich der Serpent dem Barocktrio an, die Geige dem Jazz-Duo, der Bass improvisiert mit der Theorbe, die Stimmen treffen aufeinander … und man weiß nicht mehr wirklich, was alt und was neu ist.

Diese zwei Welten vereinigen, zeitlich fern voneinander, aber geistig nah, die musikwissenschaftliche und die mündliche Tradition. Aus dieser Begegnung entsteht eine zeitlose zeitgenössische Musik.

 
Jahr: 

Guillemette Laurens

Ein tiefgehendes Gespür für das Tragische, eine herausragende Gabe, Leidenschaft darzustellen, ein Ausdruck, der Wärme und Menschlichkeit ausstrahlt … an Superlativen mangelt es nicht, wenn die Sprache auf Guillemette Laurens kommt.

Michel Godard

Michel Godard ist einer der virtuosesten Tuba- und Serpentspieler in der Jazzszene und in der Szene improvisierender Musik. Nach nur einem Jahr Tubaspiel – zuvor hatte er Trompete gespielt – wurde er mit 18 Jahren beim Philharmonischen Orchester von Radio France aufgenommen. Die Art, wie Godard die Tuba spielt, ist in vielerlei Hinsicht überaus bemerkenswert: Seine technischen Fähigkeiten sind atemberaubend, sein Ton ist warm und klar, seine Fähigkeit, Obertöne zu erzeugen (die so genannte multiphone Spielweise) und seine Musikalität überraschen den Zuhörer.

Maja Mijatovic

Maja Mijatović studierte Querflöte an der Musikakademie in Sarajevo und an der Universität für Musik Wien. Hier absolvierte sie ihr Cembalostudium bei Wolfgang Glüxam. Weiterführende Studien bei Augusta Campagne, Sally Sargent und Eugène Michelangeli runden ihre Ausbildung ab.

Das vielfältige Repertoire der Alten Musik und die Musiksprache der zeitgenössischen Avantgarde bilden die Schwerpunkte ihrer künstlerischen Arbeit. Dies führt zu einer regen Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten wie Christian Diendorfer und Karlheinz Essl.

Christoph Urbanetz

Christoph Urbanetz

Christoph Urbanetz trat als Solist in Recitals und mit namhaften Ensembles wie Il Giardino Armonico, Concentus Musicus, Clemencic Consort, Il Suonar Parlante in ganz Europa auf. 2009 erschien sein Album „The Forqueray Family“ bei Brilliant Classics.

Er war Preisträger bei zahlreichen internationalen Wettbewerben:

2006: Bach-Abel Wettbewerb in Köthen, 2007: Int. Wettbewerb für Viola da gamba in Sevilla; 2011 Preisträger beim Int. Biber Wettbewerb in St.Florian sowie beim Int. Schmelzer-Wettbewerb in Melk.

Thomas Dunford

Thomas Dunford

Geboren 1988, entdeckte Thomas Dunford im Alter von neun Jahren dank Claire Antonini die Laute. Nach seinem Studium am Conservatoire Supérieur de Paris (CNR) bekam er 2006 einen ersten Preis mit Auszeichnung in der Klasse von Charles-Edouard Fantin.