2014

I Pizzicanti

Dieses Ensemble der neuen Generation von Alte Musik-Spezialisten wird im Jahr 2009 von Nadja und Chani Lesaulnier, Rafael Becerra und Jonathan Pesek gegründet. Nach den Prinzipien der historisch informierten Interpretationspraxis ausgebildet, sind I Pizzicanti Absolventen der Schola Cantorum Basiliensis. Sie setzen mit zahlreichen Forschungsprojekten die Wiederentdeckung des Repertoires des 17. bis 19. Jahrhundert fort.

Jean Luc Ho

Seine Leidenschaft für alte Tasten-Instrumente hat Jean-Luc Ho seit seiner Kindheit zu wahrer Meisterschaft ausgebaut. Cembalo, Orgel, Clavichord, Klaviorganum sind seine musikalische Spielwiese.

Er pflegt freundschaftlichen Umgang mit Instrumentenbauern, Wissenschaftlern, Musikern und Handwerkern, die seine Arbeit inspirieren, und ist gern gesehener Gast bei namhaften Instrumentensammlern. Ho ist auch Hochschul-Musikpädagoge und kann auf Einspielungen bei namhaften Labels verweisen.

Sonntag, 8. Juni 2014 - 10:00 Uhr

Barockfrühstück, Konzert und Film

Ein Sonntagvormittag mit einem feudalen Frühstücksbuffet, Barockmusik im Schanigarten und einem feinen Film auf der Leinwand.

ab 10 Uhr Frühstück
ab 11 Uhr Live Barockmusik (bei Schönwetter am Rathausplatz)
12 Uhr Film im Beislkino

Eintrittspreise

Normalpreis: € 12,20
Ermäßigungspreis: € 11
(ermäßigt für Club-Paradiso-Mitglieder und Barockfestival-Abonnenten)
 

Kontakt

Stadt St. Pölten: office@barockfestival.at
Cinema Paradiso: gerald.knell@cinema-paradiso.at

Jahr: 
Samstag, 21. Juni 2014 - 19:30 Uhr

Requiem for a Pink Moon

Ensemble Phoenix Munich

Joel Frederiksen – Bass, Laute und musikalische Leitung

Timothy Leigh Evans – Tenor

Domen Marincic – Viola da Gamba

Axel Wolf – Theorbe, Laute

Eine Hommage an Nick Drake – einen fast vergessenen großen Songwriter der 1970er Jahre: ein Requiem auf einen viel zu früh verstorbenen Künstler

Ausgangspunkt für das Projekt ist das Œuvre des 1974 mit nur 26 Jahren verstorbenen englischen Liedermachers Nick Drake. Ganz im Stil der Pop-Art trägt die letzte seiner drei LPs den Titel Pink Moon (Mondfinsternis). In den Songs werden existenzielle Fragen gestellt, die heute noch genauso aktuell sind wie in den Siebzigern. Hierin gleichen sie poetisch wie musikalisch elisabethanischen Lautengesängen aus der Renaissance – Joel Frederiksens ureigenem Repertoire.

Alle Accompagnati wurden von ihm für Laute, Viola da Gamba, Theorbe und Blockflöte arrangiert. Drakes heute weitgehend unbekanntem Musikschaffen (z. B. From the morning, Time has told me oder Which will you go for) stellt das Ensemble Phoenix Munich Lieder bedeutender Renaissance-Komponisten wie John Dowland und Thomas Campion gegenüber. Teile einer gregorianischen Totenmesse umrahmen zudem das gesamte Programm. Eine außergewöhnliche musikalische Entdeckungsreise!

Jahr: 
Freitag, 20. Juni 2014 - 19:30 Uhr

Oirialla

Gerry O’Connor - Violine
Gilles Le Bigot - Gitarre
Martin Quinn - Akkordeon
Nuala Kennedy - Flöte, Whistle, Gesang

Oirialla ist die irische Bezeichnung für „Oriel“. Oriel ist ein ehemaliges Königsreich von Irland, von dem man Spuren aus der Zeit vor dem 5. Jahrhundert findet.

Die Band kommt aus Nordost-Irland und spielt die traditionelle Musik aus der Oriel-Region. Diese Musik ist vor allem für den Tanz komponiert worden. Viele Stücke wurden erst während des 18. und 19. Jahrhunderts gesammelt und aufgeschrieben. Oiriallas Arbeit basiert auf diesen Manuskripten, aber auch auf alten Aufnahmen von Künstlern, die aus dieser Region stammen.

Jahr: 
Donnerstag, 19. Juni 2014 - 19:30 Uhr

Gold.Berg.Werk

Isabel Ettenauer - Klavier
Karlheinz Essl - Live-Elektronik & Klangprojektion

Eine Interpretation der Goldberg-Variationen von J. S. Bach
Fassung für Klavier und Live-Elektronik

Uraufführung 

Unter den zahlreichen Bearbeitungen der Bach’schen Goldberg-Variationen BWV 988 nimmt das Gold.Berg.Werk eine Sonderstellung ein, da hier zum ersten Mal elektronische Klänge ins Spiel gebracht werden. Die einzelnen Variationssätze sind hier neu angeordnet und in Gruppen zusammen­gefasst, zwischen denen sich elektronische Klang­brücken ausbreiten. 

Die Klänge aus Karlheinz Essls eigens dafür entwickeltem Computerinstrument werden nicht nur über den Lautsprecher, sondern auch über den Resonanzboden von Isabel Ettenauers Flügel wiedergegeben – kein „Gag“, sondern eine legitime Weiterentwicklung von Bachs Musik durch zwei anerkannte, für Neues aufgeschlossene Musiker.

Jahr: 
Samstag, 14. Juni 2014 - 19:30 Uhr

Frankreich-Armenien

I Pizzicanti

Katia Viel, Shant Eskenian – Violine
Tamar Eskenian – Traverso & Armenische Flöte
Nadja Lesaulnier – Violine & Cembalo
Jonathan Pesek – Violoncello
Chani Lesaulnier – Cembalo

Dieses Programm ist als Hommage für Jean Philippe Rameau und seine Leidenschaft und Neugier für die Völker und Kulturen aus dem Orient erstanden. Die armenischen Instrumente wie die Duduk, die Geige oder die armenische Flöte haben ein berauschendes Timbre. Ihre warmen Töne könnten ganz allein sein, was die französischen Barockkomponisten durch die Verbindung von verschieden Instrumenten gesucht haben.

Die armenische Musik bringt uns zu unseren mehr als 5.000 Jahre zurückliegenden kulturellen Wurzeln. Durch den exotischen Charakter, den sie für unsere jungen Ohren erweckt, scheint sie sehr fern und gleichzeitig von unserer inneren Empfindlichkeit genauso nah.

Die Transkriptionsarbeit der Geschwister Eskenian vereint Volkslieder über mehrere Jahrhunderte und Hymnen aus dem sakralen Repertoire vom 5. bis ins 19. Jahrhundert. Wie so oft in der Volksmusik wurde ein großer Teil mündlich weitergegeben, und Shant und Tamar Eskenian haben diese Melodien mit all ihrer Sensibilität, ihrer Kultur und ihrer Geschichte auf Barockinstrumenten transponiert.
 

Jahr: 
Freitag, 13. Juni 2014 - 19:30 Uhr

The Art of Buxtehude

Jean Luc Ho - Orgel

Seine Leidenschaft für alte Tasteninstrumente hat Jean-Luc Ho seit seiner Kindheit zu wahrer Meisterschaft ausgebaut. Cembalo, Orgel, Clavichord, Klaviorganum sind seine musikalische Spielwiese.

Er pflegt freundschaftlichen Umgang mit Instrumentenbauern, Wissenschaftlern, Musikern und Handwerkern, die seine Arbeit inspirieren, und ist gern gesehener Gast bei namhaften Instrumentensammlern. Ho ist auch Hochschul-Musikpädagoge und kann auf Einspielungen bei namhaften Labels verweisen.

Die Orgelwerke, die für dieses Rezital ausgewählt worden sind, ermöglichen einen erstaunlichen Blick auf die Kunst von Buxtehude und erinnern uns, dass er einer der brillantesten und fruchtbarsten Komponisten der 17. Jahrhunderts gewesen ist, gleich wie Purcell oder Charpentier.

Virtuose Werke mit einer sich stets erneuernden Sprachspontaneität, seine Toccatas und Präludien für Orgel erregen die Stärke des Heiligen in all seiner Theatralität. Die Präludien und Choral-Fantasien zeigen eine poetische Entwicklung des religiösen Empfindens und erforschen gleichzeitig den Reichtum der Timbres der norddeutschen Orgel.

Jahr: 
Samstag, 7. Juni 2014 - 19:30 Uhr

Feste Champêtre

Armonico Tributo Austria

Gerlinde Sämann - Sopran
Matthias Loibner - Drehleier
Marcello Gatti - Traversflöte
Brigitte Täubl - Violine
Andreas Pilger - Violine
Peter Aigner - Viola
Christoph Urbanetz - Viola da gamba 2
Thomas C. Boysen - Theorbe und Guitarre
Florian Birsak - Cembalo
Charlie Fischer - Percussion
Lorenz Duftschmid - Viola da gamba und Leitung

Seit zwanzig Jahren steht das Ensemble Armonico Tributo Austria nach Meinung der Kritiker für Vielfalt, Stilsicherheit und Frische. Lorenz Duftschmid hatte mit Freunden die Gruppe aus der Vision gegründet, in Österreich ein Forum zur Verarbeitung aktuellster zeitgenössischer Kunstanliegen auf originalen alten Musikinstrumenten zu haben. Dabei soll das Kulturland Österreich Drehscheibe sein für den Kulturaustausch von Nationen, Zeiten und gesellschaftlichen Schichten. Das außergewöhnlich breit gefächerte Repertoire reicht dabei von prähistorischen Klängen keltischer Musik über Mittelalter, Renaissance und Barock bis zu den Hauptwerken der Wiener Klassik. Die vielen modernen Werke, die dem Ensemble gewidmet sind, zeigen dass Armonico Tributo kein Museumswärter alter Musik ist sondern eifrig an den künstlerischen Schrauben unserer Zeit dreht.

Bei Armonico Tributo wird wie bei der gleichnamigen Sammlung von Georg Muffat (Salzburg, 1682) die Idee zum Programm: ein inspirierendes Konzert der Nationen als klanggewordener Beitrag zur Harmonie der Welt. Erfolgreiche Auftritte bei renommierten Festivals, die begeistert aufgenommene CD-Reihe und bestätigende Rückmeldungen breit gestreuter Publikumsschichten sind dem Ensemble große Motivation auf seiner Reise durch die klingenden Jahrhunderte. Das sanfte Gesetz fordert jedes Mitglied des Ensembles Armonico Tributo Austria in seiner vollen künstlerischen Identität.

Jahr: