2018

Marco Mencoboni

Marco Mencoboni wurde 1961 in Macerata (Marken/Italien) geboren. Er ist ein renommierter Cembalist, Organist, Dirigent und künstlerischer Leiter des Cantar Lontano Ensembles.

Dank seiner intensiven Recherchen hat er den Brauch des „cantar lontano“ wiederentdeckt und weiterentwickelt – eine außergewöhnliche Gesangstechnik des frühen 17. Jahrhunderts. Bei dieser beinahe in Vergessenheit geratenen Technik werden die Sänger in der Kirche strategisch positioniert, um so einen möglichst eindrucksvollen musikalischen „Rundum-Effekt“ zu erzeugen.

Samstag, 9. Juni 2018 - 19:30 Uhr

Officium Divinum

Cantar Lontano Ensemble
Gavino Murgia – Sopransaxofon
Marco Mencoboni – Leitung

Das international renommierte Vokalensemble Cantar Lontano unter der Leitung von Marco Mencoboni greift gemeinsam mit dem sardischen Jazz-Saxofonisten Gavino Murgia das legendäre Crossover-Projekt „Officium“ von Jan Garbarek aus dem Jahr 1994 auf.

Während die Zusammenarbeit Garbarek/Hilliard vor einigen Jahren endete (trotz großartiger Erfolge und nachdem 2010 noch „Officium novum“ erschienen war), bringen nun Mencoboni/Murgia das Programm erneut auf die Bühne und führen es an den Puls der Zeit.

Das Ensemble verbindet stilistische Klarheit und formale Strenge sakraler Musik der Renaissance mit krafvoll expressiven Improvisationen.

Gavino Murgia ist in St. Pölten kein Unbekannter und hat sowohl bei Barock- als auch bei Jazzfestivals vergangener Jahre mitgewirkt. Und beim Barockfestival 2010, damals als Mitglied von Dolce & Tempesta, hat auch die Altistin Marta Fumagalli bereits in unserer Stadt gesungen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

Jahr: 

Lee Santana

Lee Santana reüssierte erst in der Jazz- und Rockmusik, bevor er sich in den 70er-Jahren mit größter Leiden- und Meisterschaft der Alten Musik verschrieb. Der Erfolg gibt ihm Recht: Er ist als gefragter Solist und Ensemblespieler mit Laute, Theorbe und Cister bei allen bedeutenden Festivals und an Konzertorten in Europa und der Welt zu Gast.

Ensemble Private Musicke

Das Ensemble Private Musicke hat sich seit seiner Gründung 1998 ein breites Repertoire erspielt, das von der Frührenaissance bis zum Spätbarock reicht.

Die Besetzungen variieren, doch ganz gleich, ob als Viola-da-Gamba-Consort, als Zupfinstrumentenconsort oder in unterschiedlichen Kombinationen mit verschiedensten Instrumenten und natürlich Sängern: Den typischen „Private-Musicke-Sound“ erkennt man sofort.

Marco Beasley

Er wurde 1957 in Neapel geboren und ist ein italienischer Musikhistoriker und Tenor, der sich auf die Interpretation der Musik des italienischen Frühbarock spezialisiert hat.

Marco Beasley wuchs als Sohn eines englischen Vaters und einer italienischen Mutter in Neapel auf, wo er sehr früh Zugang zur traditionellen neapolitanischen Volksmusik sowie zur Alten Musik fand und wo schon bald sein gesangliches Talent entdeckt wurde.

Bruno Helstroffer

Bruno Helstroffer studierte klassische Gitarre am Konservatorium in Straßburg und spielt Elektrogitarre sowie Neue Musik. Das Spielen der Theorbe eignete er sich autodidaktisch an. Als geschätzter Continuospieler realisierte er etwa 20 Aufnahmen und trat zusammen mit den bedeutendsten Alte-Musik-Ensembles auf (Le Concert Spirituel, Le Poème Harmonique, Les Musiciens de Saint-Julien, Amarillis, Ensemble Barcarole, Faenza …).

Jonathan Dunford

Jonathan Dunford ist geborener Amerikaner und Wahlfranzose. Schritt für Schritt etablierte er sich als eine der wichtigsten Persönlichkeiten im Bereich der Erforschung des Repertoires für Viola da Gamba im 17. Jahrhundert. Nach seinem musikalischen Studium am Konservatorium in New England bekam er ein Stipendium, um weiter mit Jordi Savall an der Schola Cantorum in Basel zu studieren. Sein staatliches Diplom erwarb er in Frankreich.

Raquel Andueza

In Pamplona geboren, nahm Raquel Andueza ihren ersten Musikunterricht im Alter von sechs Jahren. Sie erhielt später ein Stipendium von der Regierung von Navarre und der Town Hall von London und setzte an der Guildhall School of Music and Drama in London ihr Studium fort. 2000 wurde sie Bachelor of Music und bekam auch den School Singing Prize. Im selben Jahr lernte sie Richard Levitt kennen, der bis heute ihr Referent ist.

Ronald Bergmayr

Geboren 1956 in St. Pölten. Klassisches Querflötenstudium am Konservatorium Bregenz bei Prof. Helmut Steinkraus, am Linzer Brucknerkonservatorium bei Prof. Peter Kapun und an der Musikhochschule Wien bei Prof. Louis Rivière. Kurse in Saxophon u. a. bei Karlheinz Miklin und Heinrich von Kalnein. Seit 1985 Lehrtätigkeit am BRG und BORG St.Pölten, Leiter der Borg Big Band und des Saxophonquintetts Saxofive.