2018

Maddalena Del Gobbo

In Italien nahe Udine geboren, begann Maddalena Del Gobbo bereits sehr früh mit ihrer außergewöhnlichen musikalischen Ausbildung: im Alter von vier Jahren mit Klavier- und Ballettunterricht, mit acht Jahren begann sie ihr Studium am Violoncello, etwas später kam auch Gesang dazu. Ihr Talent führte sie bereits mit 13 Jahren an das Konservatorium nach Wien.

Chiara Massini

Chiara Massini wurde 1971 in Rom geboren, wo sie Klavier am Konservatorium „Ottorino Respighi“ bei Prof. Enzo Stanzani und Musikwissenschaft an der Universität „La Sapienza“ studierte. Nach ihrem Abschluss besuchte sie Meisterkurse in Salzburg und begann sich intensiv mit Alter Musik auseinanderzusetzen.

Dieser Weg führte Chiara Massini nach Wien, wo sie Cembalo und Generalbass bei Prof. Gordon Murray und Prof. Augusta Campagne an der Universität für Musik und darstellende Kunst studierte und mit Auszeichnung abschloss.

Samstag, 23. Juni 2018 - 19:30 Uhr

All about love

Ensemble Private Musicke
Pierre Pitzl – Viola da Gamba und Leitung
Marco Beasley – Tenor
Raquel Andueza – Sopran

20 years of Private Musicke

Seit seiner Gründung 1998 hat das Ensemble Private Musicke – nautisch gesprochen – zahlreiche musikalische Meere durchschifft. Von den kristallinen Gestaden englischer Polyphonie aufbrechend wurden bald die wilden Gitarreninseln Italiens erreicht. Dem Sirenengesang französischer Airs war geboten nur von der Ferne zu lauschen – aber immerhin! Spanien wurde öfter bereist, unerwartete Winde trugen das Schiff sogar bis an die südamerikanischen Küsten. So ist einiges zusammengekommen – Zeit also, ein Fest zu feiern! Werfen wir einen Blick auf das Hauptsegel, so sehen wir keine andere Fahne als die Amors gehisst. Er ist der Schirmherr dieser Barke.

Lassen wir uns überraschen, was er nach so vielen Reisen zu erzählen hat!

Jahr: 
Freitag, 22. Juni 2018 - 19:30 Uhr

Les surprises de l'Amour

Lee Santana – Laute
Jonathan Dunford – Viola da Gamba
Sylvia Abramowicz – Viola da Gamba

Viola da Gamba und Laute: Welche, wenn nicht diese Instrumente spiegeln die ganze Intimität und Zartheit des galanten Repertoires im Frankreich der 18. Jahrhunderts wider? Das Programm verheißt aber auch große Überraschungen: Gleichauf mit Sylvia Abramowicz ist Jonathan Dunford nicht nur einer der wichtigsten Gambisten seiner Generation, er ist auch ein aktiver Forscher, der sich immer auf Schatzsuche befindet. So werden Sie neben Marais auch Rameau hören, aber in einem 2007 entdeckten Arrangement von Ludwig Christian Hesse, dem großen Gamba-Virtuosen am Hof von Frederic de Prusse! Auch Jean-Baptiste Cappus, eine andere Entdeckung von Dunford (der ihn 2018 erstmalig auf CD aufnahm), kommt hier ins Spiel. Der US-amerikanische Lautenist Lee Santana, dessen Freundschaft mit Dunford schon in der Studienzeit in Boston begann, tritt in diesem Programm auch als Komponist in Erscheinung, mit einem ganz besonderen Stück, das sich als eine Art Zeitreise versteht, „a time out of time“ für die beiden Ausnahmemusiker.

Jahr: 
Donnerstag, 21. Juni 2018 - 19:30 Uhr

Ich freue mich

Martin Ptak – Musikalische Leitung
Christoph Bochdansky – Ausstattung, Idee und Spiel
Michael Vogel – Regie

Das schönste Leben, das du haben kannst, ist dein Leben, so werfe ich alle Last von mir und freue mich . Wir schauen auf einen Mann, der, bekleidet mit etlichen Mänteln, die wie geheimnisvolle Ornate oder totemähnliche Zaubermäntel ausschauen, zu einem Entschluss kommt. Zur Arie „Ich freue mich auf meinen Tod“ aus der Kantate „Ich habe genug“ von Johann Sebastian Bach legt er alle Schichten ab und endet, aller Last entledigt, mit einem Knaben im Arm.

Ist es sein Kind, oder ist es seine eigene Kindheit? Er muss sich diese Frage nicht stellen, denn er wird von einem schalkhaften, launischen Seelenführer abgeholt, der ihn durch einen Jahrmarkt von seltsamen Verwandlungen begleitet und ihn zu einer verschmitzten Apotheose führt: ein barockes memento mori, zwischen Pathos und schwarzem Humor, ein Mysterienspiel voller volkstheaterhafter Possen.

Jahr: 
Dienstag, 19. Juni 2018 - 19:30 Uhr

Concerto d'Europa

Maddalena Del Gobbo – Viola da Gamba
Stefano Bet – Flauto Traverso
Ronald Bergmayr – Flauto Traverso
Chiara Massini – Cembalo

Von Orfeo, der seiner Geliebten Euridice in die Unterwelt folgt, bis zu Johann Sebastian Bach, der in seinen Kantaten und Messen die Liebe zu Gott in eine andere Dimension transzendiert, berührt die Musik des Barock alle Aspekte der irdischen wie der himmlischen Liebe.

„Bellezza in Musica“: Das sind Leidenschaft und jubelnde Freude, Intimität und zarte Zwiegespräche, die die beiden Musikerinnen

Chiara Massini und Maddalena del Gobbo sowie die beiden Flötisten Stefano Bet und Ronald Bergmayr erklingen lassen.

Jahr: 
Samstag, 16. Juni 2018 - 19:30 Uhr

Im Labor der Liebe

Cappella Splendor Solis
Kanako Hayashi – Sopran
Stefan Piewald – Altus
Florian M. Wolf – Bariton
Josef Stolz – Claviorganum und musikalische Leitung
Helmut Wiesinger – Schauspiel und Regie

Der Vorstoß in eine spannende Phase der Musik: Drei junge Sänger und ein Experte für Alte Musik eröffnen einen Blick in die Klangwelt der Zeit des Manierismus. Zwischen Geschichte und Legende werden längst vergessene Möglichkeiten in Harmonie und Linie geboten, solistisch und im Ensemble, immer auf der Suche nach dem Höheren, der Quintessenz, die sich in dieser Musik so vielfältig findet.

Erleben Sie die Aufführungspraxis des 16. und frühen 17. Jahrhunderts, historische Instrumente, Stimmen und Schauspiel , die sich der manieristischen „Süße“ nähern, während Prof. Josef Stolz mit Witz und Fachkenntnis durch das Programm führt.

Jahr: 

Elisabeth Geiger

Elisabeth Geiger studierte Cembalo, Orgel und Basso continuo am Conservatoire National de Région de Strasbourg bei Agnès Candau, Aline Zylberajch und Martin Gester. In Meisterkursen und Seminaren konnte sie sich bei Laurent Stewart, Yvon Repérant und Freddy Eichelberber weiterbilden.

Von der Vokalmusik angezogen, lernte sie an der Fondation Royaumont Gerard Lesne und Il Seminar Musicale, dann Jean-Claude Malgoire kennen. Mit Malgoire arbeitete sie beim Atelier Lyrique de Tourcoing. Ihr Interesse für die Oper führte sie zur Zusammenarbeit mit Emmanuelle Haïm und Hervé Niquet.

Freitag, 15. Juni 2018 - 19:30 Uhr

Love I Obey

Rosemary Standley – Gesang
Elisabeth Geiger – Cembalo und Orgel
Bruno Helstroffer – Theorbe und Gitarre
Martin Bauer – Viola da Gamba

Programm: 

- What If A Day (Attributed to Thomas Campion, 1606)

- The Bob of Dumblane in Orpheus Caledonius (set to music by William Thomson, 1733)

- Bruton Town (Story of Isabella and the Pot of Basil, Boccacio, adapted from the Work of Cecil J. Sharp)

- Hush you bye (From the Work of Alan Lomax)

- I Once Loved a Lass (Scottish Ballad, Original Text from „The Forlorn Lover“ c. 1670)

- Wagoner’s Lad (Tragic Love Ballad c. 1850–75)

- Jack Hall (Somerset Folk Song)

- O Death (Tudor-Era Song, Attributed to Anne Boleyn, 1536)

- Pastime (Henry VIII.)

- Echoes (Bruno Helstroffer)/A Hymn to the Evening (Poem by Phillis Wheatley)

- An Evening Hymn (Henry Purcell 1659–1695)

- Geordie (American Mountain Song, from Anglo-Irish Traditional Folk)

- Scots Songs in Orpheus Caledonius (set to music by William Thomson, 1733)

- Poor Wayfaring Stranger (Folksong from early 19th century)

- Love I Obey (William Lawes 1602–1645)

Rosemary Standley, franko-amerikanische Folksängerin mit sanfter und magnetischer Stimme, nimmt mit Nüchternheit und Eleganz ein barockes Repertoire in Angriff. Sie wird vom Ensemble des Theorbisten und Gitarristen Bruno Helstroffer begleitet, einem Ausnahmemusiker am Scheideweg von alten und modernen musikalischen Welten.

„Love I Obey“ hört sich an wie ein Vorschlag und entwickelt sich wie eine Fantasie der kleinen Geschichten, die die große erzählen. Die Inspiration wird an der Quelle geschöpft.

Da sind die traditionellen amerikanischen Lieder, die Rosemary durch ihren Vater Wayne, eine Folksinger-Legende, entdeckte.

Da sind die Recherchen, geführt wie Ermittlungen von Elisabeth Geiger, der Cembalistin des Ensembles, an der französischen Nationalbibliothek, die seit 400 Jahren vergessene Stücke gleichen Namens des Komponisten William Lawes auferstehen lassen: Love, I Obey.

Und dann gibt es die Arrangements von Bruno Helstroffer, die eine populäre und von einem zeitlosen Blues geprägte Playlist darstellen, immer in respektvollem Umgang mit den im Renaissance- und Barockstil geschriebenen Werken.

Jahr: