Violaine Cochard

Cembalo

In Angers geboren, begann sie im Alter von acht Jahren am Konservatorium von Angers Cembalo zu studieren. Nach einem 1. Preis 1991 trat sie am CNSM (Conservatoire national supérieur de musique) in Paris in die Klassen von Kenneth Gilbert und Christophe Rousset ein und arbeitete auch mit Pierre Hantai. 1994 bekam sie zwei Preise – Basso continuo und Cembalo – mit Auszeichnung. 1999 gewann sie den 1. Preis des internationalen Wettbewerbs für Cembalo in Montréal. Im Trio mit Amarillis erhielt sie den 1. Preis mehrerer hochkarätiger Wettbewerbe: York (1995), Fnapec (1997) und Sinfonia (1997, mit Gustav Leonhardt als Juror).

Ihre profunde Kenntnis der Stimme und der Stile macht sie zur gefragten Chorleiterin, geschätzt von den Sängern selber wie auch von prestigeträchtigen Ensembles für ihre Opernproduktionen, u. a. Les Talens Lyriques (Christophe Rousset) oder Le Concert d’Astrée (Emmanuelle Haïm).

Violaine Cochard ist auch eine anerkannte Pädagogin: Sie hat drei Jahre am Nationalkonservatorium von Montpellier unterrichtet (1999–2002) und wird regelmäßig eingeladen, Meisterklassen in Prag und Istanbul zu geben.

Die meiste Zeit aber widmet sie sich dem Rezital oder der Kammermusik mit zahlreichen Ensembles, u. a. mit Il Seminario Musicale und Gérard Lesne, dem Ensemble Spirale der Gambistin Marianne Müller, Gli Incogniti der Geigerin Amandine Beyer oder im Duett mit der Geigerin Stéphanie-Marie Degand.

Sie hat um die 20 CDs für die Labels Opus 111, K617, Ambroisie-Naïve, Zig-Zag Territoires, Virgin Classics, Arion und andere aufgenommen. Von der Kritik besonders gelobt wurden ihre zwei ersten Solo-CDs, die sie François Couperin gewidmet hat.

Ihre letzte Rezital-CD, gewidmet Johann Sebastian Bach und aufgenommen auf einem historischen Dulken-Cembalo, ist beim Label Agogique erschienen.

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