Lorenz Duftschmid

Die Musik von Lorenz Duftschmid bezieht ihre Kraft aus der früh erfolgten Spezialisierung des Künstlers auf die „Alte Musik“. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus eine ungemeine Vielfalt künstlerischer Formen. 
Die Dirigate von Opernproduktionen, themenbezogenen Gesamtkunstwerke, Commedia dell´Arte, Orchester- und Kammermusik, Consorts und fein gehauchten Gambenrecitals stellen mit jeder Produktion neue Anforderungen. Dabei wird die individuelle Liebe zum Detail zur treibenden Gesamtkraft, der Gedanke zur Geste, der Ton zum Opus und das Gefühl zum Mit-Gefühl.

Lorenz Duftschmid entwickelt mit Projekten wie „Seidenstraße“ und „Turcaria“ kontinentübergreifende Kulturinitiativen, welche traditionelle Musiker aus China, Zentralasien, dem Vorderen Orient und Europa, Historische Aufführungspraxis, Improvisation und Elektronische Musik vereinen. Mit „Borderline“ findet die musikalische Schürfarbeit an den Grenzen von Raum, Zeit und Kunst ihre Fortsetzung. 

Bedeutende Festivals in aller Welt laden den Künstler zu Konzerten ein. 
So trat der Künstler auf in Madrid-Prado, Oslo Chambermusic, Lissabon-Gulbenkian, Festival van Flandern, Scala di Milano, St. Wenceslas Music Festival Oatrava, Utrecht Early Music Festival, Paris-Louvre, Berkley-Early Musik Festival, LIVA, Versailles, City-Hall Hong Kong, Colon-Buenos Aires, Rolle Journée-Nantes, dem Wiener Konzerthaus und Musikverein, dem internationalen Bachfest Leipzig, styriarte, Beijing-Baroque, Tokyo, Taipeh, Mexico - Bellas Artes u.a.

Er musizierte mit Ton Koopman, Jordi Savall, Montserrat Figueras (†), Claudio Abbado (†), Michael Giehlen, Rolf Lislevand, Andrew Lawrence- King, Fabio Biondi – L´Europa Galante, Rinaldo Alessandrini, Alfredo Bernardini – Zefiro, Michael Chance, Bob van Asperen, Christophe Coin, Derek Lee Ragin, Carlos Mena, Lee Santana, Andreas Staier, Andrea Marcon, Trevor Pinnock, Freiburger Barockorchester, Wiener Symphoniker, Berliner Philharmoniker, Sir John Eliot Gardiner u.a..
Zahlreiche Musikfestivals wie Internationale Wochen der Alten Musik - Krieglach, Internationale Kammermusiktage - Raumberg, Atelier für Alte Musik - Montepulciano - Trossingen- Aflenz,  Musiqua Antiqua - Wien, muerz.baroque wurden geprägt durch die musikalische Leitung von Lorenz Duftschmid. 
Fast 100 CD- Einspielungen, viele mit internationalen Preisen gekrönt dokumentieren die Arbeiten des Künstlers. 

Lorenz Duftschmid ist Träger des Großen Josef Krainer- Kulturpreises des Landes Steiermark und Professor für Viola da gamba sowie Leiter des Instituts für Alte Musik an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen - Deutschland. 

Lorenz Duftschmid spielt und besitzt u.a. folgende originale Instrumente: 
Discant-Viola „Antony Posch, Kay. Hofflautenmacher in Wien, a. 1718“
Discant-Viola anonym, süddeutsch ca. 1705 
Alt Viola, italienisch ca. 1700
Viola da gamba „Jacobos Stainer in Absam prope Oenipnotem, 1679“
Viola da gamba, Brescia um 1600 „Gasparo da Salò“(?)
Basse de viole „Nicolas Bertrand, Paris 1699“
Violone in GG anonym ca. 1610
Violone in GG „Zantino Martelozio fece in Crema, 1722“
Violone in DD, „Antony Hauser, Reutte 1725
 

Die Presse über Lorenz Duftschmid

Ein reflektierender Ton, voll Menschlichkeit.
scherzo, Madrid

Wahrscheinlich der beste Gambist unserer Zeit…
Telerama, Paris

Der Meistergambist Lorenz Duftschmid…
Standard, Wien

Lorenz Duftschmid, der Beweis für die überzeitliche Macht der Musik.
Der Bund, Schweiz

Lebendige, ausdruckstarke, gestenreiche Musik riß das Publikum zu Beifallsstürmen hin. 
Neue Kronen Zeitung, Wien

… extrovertierte Virtuosität nicht als Selbstzweck…
Zu untadeliger Technik treten Phantasie und Charme. 
Die Musik Muffats wird mit einer Bewegungsintensität gespielt, die ansteckt.
KLASSIK heute, Deutschland

Un vrai bonheur - wirklich beglückend!
Das Feuerwerk beginnt mit einem überschwänglichen Concerto… das Wunder der Wunder ist allerdings die äußerst selten zu hörende Sonate für Gambe alleine.
repertoire, Paris

Die Wiener Philharmoniker der Alten Musik!
Norbert Ehly, Deutschlandradio Köln

Ein Moment reinen Barockgenusses!
Diapason, Paris

Draufgängerisch im Temperament, dabei aber mit bewundernswerter technischer Disziplin.
…begeistert durch besondere Lebendigkeit.
Salzburger Nachrichten

…quirlig frisch zubereitete Alte Musik von heute.
Frankfurter Allgemeine

Peuerl hätte keinen besseren Stars finden können als die exzellenten Musiker dieses Ensembles.
Goldberg, Paris - London - Madrid

Neben dem Concentus Musicus Wien von Nikolaus Harnoncourt gehören die führenden Interpreten der Alten-Musik-Szene - etwa Jordi Savall, Quatuor Mosaiques, Armonico Tributo Austria, Il Giardino Armonico - heute zu den Stammgästen der steirischen Festspiele.
Styriarte

Er spielt diese Stücke stilistisch und technisch makellos. Schöpft deren geistvolle Eleganz geradezu spannend aus und schenkt den virtuosen Partien die ganze Fülle und Klugheit seiner großen Meisterschaft.
Ernst und Tiefe dieses Musizierens, die fühlende Gebärde jedes Tons und die noble Haltung einer verinnerlichten Darstellung haben diese Wiedergaben wertvoll gemacht. Man hat sie mit Andacht, ja mit Ehrfurcht in sich aufgenommen.
Reutlinger General-Anzeiger

Lyrisch, wild und harmonisch
Ein unbestrittener Schritt in neue musikalische Dimensionen.
Oberösterreichische Nachrichten, Linz

Lorenz Duftschmid ist wahrscheinlich der Marin Marais von Österreich.
Frankfurter Nachrichten

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