Jérôme Correas

Jérôme Correas begann sein Klavierstudium im Alter von fünf Jahren und entdeckte sehr schnell seine Liebe für das Cembalo. Er wurde Schüler des berühmten Cembalisten und Musikwissenschaftlers Antoine Geoffroy-Dechaume, dessen Lehre auf der Improvisation und der leichtgängigen Rhythmik basierte, die ihn sehr prägten.

Seine Neugier führte ihn ans Conservatoire national supérieur de musique et de danse (CNSM) in Paris, wo er einen ersten Preis in Lyrischer Kunst (Klasse von Xavier Depraz) und einen ersten Preis in Barockgesang bei William Christie gewann. Unter der Leitung von Christie nahm er am Festival von Aix-en-Provence in The Fairy Queen von Purcell teil und wurde Mitglied (von 1989 bis 1993) von Les Arts Florissants. Auf Empfehlung von Regine Crespin wurde er von 1991 bis 1993 an der Gesangschule der Pariser Oper aufgenommen. Er arbeitete dann unter der Leitung von vielen Dirigenten im lyrischen und Barockrepertoire.

2001 gründete Jerôme Correas Les Paladins. In Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Dan Jemmett, Christophe Rauck, Vincent Tavernier, Vincent Vittoz oder Jean-Denie Monory präsentierte er zahlreiche französische, italienische und englische Opern, von Monteverdi bis Haydn, Purcell, Marais oder Rameau. Er nahm um die 30 CDs auf und trat in zahlreichen Festivals in Frankreich und im Ausland (USA, England, Italien, Schweiz, Belgien …) auf.

Sein unglaublich reicher musikalischer Werdegang, seine tiefe Kenntnis verschiedener Repertoires, seine Erfahrungen als Cembalist und Sänger ermöglichen ihm eine sehr persönliche Interpretation, basierend auf Theatralität, Atmung und Ribato, vor allem aber seiner Forschung über das „Parlé-chanté“ (Sprechgesang), die uns noch lang nicht alle seine Geheimnisse gelüftet hat. Jérôme Correas ist es wichtig, dieses Wissen weiterzugeben, als Lehrer für Barockgesang am Conservatoire à rayonnement régional (CRR) von Toulouse oder als Gastdirigent.

Jérôme Correas ist Chevalier des Arts et des Lettres seit 2011.

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Jérôme Correas