Edouard Ferlet

1971 geboren, kehrte Edouard Ferlet nach drei Jahren am berühmten Berklee College of Music in Boston mit 20 Jahren nach Frankreich zurück und widmete sich seiner Musikerkarriere. Seine Zeit teilte er zwischen Arrangieren und Komponieren für diverse audiovisuelle Projekte und seinem Leben als junger Jazzpianist, das ihn durch die Pariser Jazzclubs führte, wo er seinen Stil, damals noch sehr unter amerikanischem Einfluss (Alfred McCoy Tyner, Kenny Kirkland, Richie Beirach), verfeinerte und seiner europäischen Sensibilität immer mehr Platz einräumte.

Wenn er als Leader schon auf seinen ersten zwei Soloalben ein sehr persönliches Universum zeigte, gleichzeitig einzigartig und eklektisch, ließ Ferlet mit dem Trio Viret, 1999 gegründet in Zusammenarbeit mit dem Kontrabassisten Jean-Philippe Viret, seiner unglaublichen Originalität freien Lauf: lyrische, raffinierte Formen und ein Gespür für Swing. Sehr engagiert in dem Trio, das als eines der kreativsten der zeitgenössischen Jazzszene gilt (7 Alben in 15 Jahren, „Victoire du Jazz 2011“ in der Kategorie „Beste Jazzband des Jahres), gründete Ferlet 2005 mit Melisse seine eigene Produktionsfirma für Musik, Edition und Musikveranstaltungen, um seine Projekte bestens unterstützen zu können. Mit all diesen Aktivitäten und seinen vielseitigen Kooperationen ist Edouard Ferlet einer der wichtigste Akteure der französischen Jazzszene.

Mit dem Erscheinen seines Albums „Think Bach“ 2012, ganz der Musik von Bach gewidmet, genial zweckentfremdet, abgeändert, verklärt, zeigt er einmal mehr eine weitere Facette seines Talents. Dieses Album wurde von Telerama, France Musique und Jazz News Magazine gepriesen. Die Kooperation mit Violaine Cochard steht in der Kontinuität dieses Projekts.

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