Editorial

Mag. Caroline Berchotteau MAS

Liebes Publikum,

das Barockfestival ist über die Jahre prächtig gediehen, es steht auf stabilem, gewachsenem Fundament und ist ein Fixpunkt im musikalischen Jahresreigen der Landeshauptstadt geworden. Danke, dass Sie mir über all die Jahre vertraut haben.

Das dekadische Zahlensystem, abgeleitet von der Zahl unserer Finger, lässt uns die Zahl 10 als „rund“ wahrnehmen. Zur zehnten Auflage des Barockfestivals St. Pölten wird daher ein „Jubiläumsprogramm“ an die Highlights vergangener Jahre erinnern, und treue Festivalbesucher werden unter den Musikern manch bekannten Namen, manch vertrautes Gesicht entdecken. Manches wird freilich neu sein – einen Serpent-Spieler hatten wir noch nie zu Gast, und noch dazu einen so prominenten!

Immer wieder sind Barockmusiker bei unserem Festival aufgetreten, die in mehr als einer Musikgattung beheimatet sind – Jazz, internationale Volksmusik aus aller Herren Länder, elektronische Musik, selbst ein Drehleierspieler … Aus dem Zusammenspiel dieser Einflüsse kann nahezu beliebig viele neuartige und spannende Musik entstehen. Aber auch das „klassische“ Barock-Repertoire begeistert mich stets aufs Neue – sei es über die Entdeckung bisher unbekannten Notenmaterials oder durch die Erschließung bekannter Literatur unter neuen, ungewöhnlichen Blickwinkeln, für die etwa das Huelgas Ensemble, mit dem wir das diesjährige Programm beschließen, berühmt ist.

Seien Sie versichert: Die Ideen für ein abwechslungsreiches Programm sind nicht annähernd ausgeschöpft, es wird jedes Jahr wieder etwas zu staunen und zu entdecken geben, wonach man sich alle Zehne ablecken kann …

 

Unterschrift Mag. Caroline Berchotteau MAS

Caroline Berchotteau
Künstlerische Leitung